Comeback

Kunsthistorische Renaissancen

20.07.2019 – 10.11.2019

Vernissage 19.07.2019, 19:00 Uhr

Zeiten des Umbruchs erzeugen den Wunsch nach Orientierung in der Vergangenheit. Dementsprechend hat alles Historische in unserer Gegenwart Konjunktur: In der Werbung, Mode und Filmwelt wird das „Alte“ als das Authentische in Opposition zu einer in Massen produzierten Einheitskultur in Stellung gebracht und nicht selten nostalgisch verklärt.

Auch in der Bildenden Kunst feiert die Kunstgeschichte ein Comeback. Künstler und Künstlerinnen kopieren und verfremden Gemälde vergangener Epochen nicht nur, sondern reagieren heute in freierer und spielerischer Art und Weise auf die in alten Werken gespeicherten „mnemischen Energien“ (Aby Warburg). Das Ausstellungsprojekt stellt die kunsthistorischen Renaissancen in einer Überblickausstellung vor und dokumentiert diese in einem umfangreichen Katalogband.

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Tanz! Max Pechstein

Bühne, Parkett, Manege

30.11.2019 – 15.03.2020

Vernissage 29.11.2019, 18:00 Uhr

„…so ein Körper gibt doch mehr Anregung, als eine Landschaft es zu tun vermag,…“

Max Pechstein 1908

Der Tanz erlebt Anfang des 20. Jahrhundert eine ungeahnte Blüte. Als sinnliche Gegenkraft und unmittelbares Ausdrucksmedium inspiriert er die Kunst und das kulturelle Leben. Unter den Expressionisten war es vor allem auch Max Pechstein (1881-1955), der den Tanz als Inbegriff von Bewegung und individuellem Ausdruck zum wichtigen Sujet erhob. Das Thema des Tanzes durchzieht das Werk des Brücke-Künstlers, der selbst leidenschaftlich getanzt hat, wie einen roten Faden.

In Kooperation mit den Kunstsammlungen Zwickau wendet sich das Ausstellungsprojekt erstmals der Bedeutung des Tanzes im Werk des bedeutenden Expressionisten zu. Tanz, Varieté und Zirkusdarstellungen, in denen Bewegung und Unterhaltungskultur verschmelzen, werden erstmals genauer in den Blick genommen und auf ihre stilistische und inhaltliche Funktion im Werk von Max Pechstein befragt. Ausgehend von den expressionistischen Tanzdarstellungen, über die exotischen rituellen Tänze aus Palau, die Darstellungen der Gesellschaftstänze der Goldenen 1920er Jahre, die Pechstein in Berlin erlebte, bis zu den Erinnerungen an Palau in seinem Spätwerk werden rund 70 Arbeiten in Form einer chronologisch-thematischen Präsentation vorgestellt.

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