Die Tübinger Kunsthalle – Außer Haus

Was ist das kulturell Spezifische an der Stadt Tübingen und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner? Was gibt der Region ihr Gesicht? Ist es das, was man in den Hochglanzbroschüren der Tourismusindustrie lesen kann, oder vielleicht doch etwas anderes?

Da Künstlerinnen und Künstler von Natur aus der eigenen Kultur sowie fremden Kulturen ganz allgemein mit der Distanz des Forschenden begegnen, sind sie interessante Dialogpartner für derartige Fragen. Seismographisch reagieren sie mit dem Blick des Fremden auf die spezifisch, sinnlichen Qualitäten ihrer Umgebung und materialisieren ihre formalen, sozialen, politischen historischen Beobachtungen und Erfahrungen in ihren künstlerischen Werken.

Unter dem Format Außer Haus erweitert die Kunsthalle Tübingen ihre Aktivitäten in den Stadtraum und schlägt Brücken zu den Bewohnern. Als Reisende im Körper der Stadt werden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die Stadt Tübingen zu besuchen und ortspezifisch, auf den sozialen und kulturellen Raum mit Projekten zu reagieren.

Portrait Bettina Pousttchi, Detail, Foto: Norman Konrad

Bettina Pousttchi

Was ist das kulturell Spezifische an der Stadt Tübingen und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner? Was gibt der Region ihr Gesicht? Da Künstlerinnen und Künstler von Natur aus der eigenen Kultur sowie fremden Kulturen ganz allgemein mit der Distanz des Forschenden begegnen, sind sie interessante Dialogpartner für derartige Fragen.

Seismographisch reagieren sie mit dem Blick des Fremden auf die spezifisch, sinnlichen Qualitäten ihrer Umgebung und materialisieren ihre Beobachtungen und Erfahrungen in ihren künstlerischen Werken. Unter dem Format AUSSER HAUS erweitert die Kunsthalle Tübingen 2019 erstmals ihre Akti-vitäten in den Stadtraum und schlägt Brücken in die Nachbarschaft. Als Reisende im Körper der Stadt wird als erste Künstlerin der Reihe Bettina Pousttchi (geb. 1971) eingeladen, ort-spezifisch, auf den sozialen und kulturellen Raum zu reagieren. Die in Berlin lebende Künstlerin ist bekannt für ihre weltweit realisierten Fassadenarbeiten, die durch einen fotografischen Transfer einen Bezug und ein Bewusstsein für einen spezifi-schen Ort schaffen. In Tübingen wird die Hochhaus-Architektur gegenüber der Kunsthalle zum Ausgangspunkt ihrer Intervention, die im Sommer 2019 als Projekt im öffentlichen Raum zu sehen sein wird.

 

Kuratorin

Nicole Fritz